Dr. med. Eckart Herrmann
Facharzt für innere Medizin
Physikalische und
Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren
Niedernstr. 37
33602 Bielefeld
Tel.: 0521/80001-0
Fax 80001-50



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Immuntherapien

Nach der weltweit dominierenden Krebstheorie gelten als Hauptursachen der Krebserkrankungen zufällige bzw. durch physikalische oder chemische Belastungen erzeugte Defekte (Mutationen) des Erbgutes, welches in Form von Chromosomen als Erbträger in den Zellkernen angeordnet ist . Nach dieser Theorie wird das veränderte Erbgut durch die folgenden Zellteilungen, die von dem jeweiligen Zellkern gesteuert werden, auf die neuen Zellen weiter übertragen, die sich nicht mehr in das Ordnungssystem des Körpers einordnen können und in Folge nach und nach die lebenswichtigen Strukturen aufgrund ihrer Entartung zerstören.

Folgerichtig zielt die konventionelle Behandlung darauf ab, die entarteten Zellen aufzuspüren, durch Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie möglichst ganz zu entfernen bzw. die Zellteilung durch Chemotherapien möglichst aufzuhalten. Neben den erheblichen Nebenwirkungen dieser Therapieformen ist die Effizienz dieser Behandlungsstrategie bislang begrenzt. Neue möglichst schonende Behandlungsstrategien sind dringend erforderlich.


Neuere Forschungen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen, scheinen zu beweisen, dass das Krebsgeschehen nicht auf Veränderungen in den Zellkernen sondern vielmehr auf biochemische und physikalische Störungen in den Mitochondrien der Zellen zurück zu führen ist. Die Mitochondrien sind sehr wichtige Zellbausteine (etwa 1500 in jeder Zelle), und dienen nach herkömmlichen Vorstellungen im Rahmen hochkomplizierter biochemischer Reaktionsabläufe („Atmungskette“) der Gewinnung des ATP, dem entscheidenden Energieträger für die lebenswichtigen Funktionen in der Zellen und dem gesamten Organismus (Dr. H. Kremer).

Durch Ausfall oder Verminderung physiologisch notwendiger Substanzen aus dem Bereich der Mineralien, Aminosäuren, Vitamine, Neurolipide, Hormone etc. werden diese äußerst wichtigen Abläufe nachdrücklich gestört. Um die lebenswichtigen Funktionen trotzdem zu erhalten, schaltet der Körper in den Zellen auf Ersatzreaktionen im Stoffwechsel um. Da die Mitochondrien nach neuen Erkenntnissen maßgeblich am Prozess der Zellteilung beteiligt sind, kommt es bei zunehmenden Störungen des Zellstoffwechsels zu vermehrten Zellschädigungen und zu Teilungen derartig vorgeschädigter Zellen. Diese können dann aufgrund der veränderten Biochemie nicht mehr ausreichend an der Zellkommunikation teilnehmen und verhalten sich wie selbstständige Lebewesen mit allen Eigenschaften von Krebszellen.

Wenn diese Annahmen richtig sind, sollte es möglich sein, in den Mitochondrien durch ausreichende Zufuhr der notwendigen biochemischen Bausteine (Supra-Spurenelemente, Mineralien, Aminosäuren, Neurolipide, Vitamine, Hormone etc.) die beschriebenen Störungen der Reaktionsabläufe rückgängig zu machen, das biochemische und biophysikalische Milieu in den defekten Zellen zu verbessern und den gesamten Funktionszustand der Zellen zur Norm zurückzuführen .


Seit einigen Jahren gibt es hochinteressante Erfahrungen aus der Universität Helsinki (Dr. Th. Tallberg), die diese Vorstellungen über die Krebsentstehung und – behandlung bestätigen. In jahrzehntelanger Forschungsarbeit konnte Dr. Tallberg durch tierexperimentelle Untersuchungen und mittlerweile auch durch Untersuchungen an Krebskranken den Nachweis erbringen, dass die konsequente Zuführung von bestimmten biochemischen Bausteinen - kombiniert mit einer Immunstimulation - über eine längere Einnahmezeit dazu führt, dass die Tumorzellen sich ohne nennenswerte Nebenwirkungen zurückbilden und ein Wiederauftreten der Krebserkrankung durch diese spezielle Nahrungserweiterung vermieden werden kann.


Besonders untersucht und erforscht wurde diese Diät bei Patienten mit Prostatakrebs, Melanom und Nierenzellkrebs. Für diese Krebsformen wurden in der Universität Helsinki empirisch herausgefundene, jeweils auf die entsprechende Krebsart zugeschnittene Nahrungszusätze zusammengestellt, die sich offensichtlich gut bewährt haben. Die Zusammensetzung der Bausteine für weitere Krebsformen liegt mittlerweile vor. Die vorgeschlagenen Substanzen werden individuell rezeptiert, von Fachapotheken zusammengestellt und direkt an die Patienten ausgeliefert.


Generell ist es bei der Bio-Immuntherapie hervorragend möglich, andere bewährte, immunanregende Verfahren weiter einzusetzen, wodurch die Behandlung weiter verbessert und verkürzt werden kann.


Von den vielzähligen Angeboten aus dem Bereich der Orthomolekularmedizin und Phytotherapie sind die folgenden Stoffe besonders hervorzuheben:


Misteltherapie:


Lange Zeit als Außenseiterheilmethode abgelehnt, ist die Misteltherapie mittlerweile die am besten bekannte Therapie in der biologischen Krebsnachsorge. Sie wurde bereits 1917 von Steiner als Teil der anthroposophischen Medizin eingeführt und bis heute in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Es werden dabei zytotoxische und immunmodulierende Wirkungen beschrieben. Im Vordergrund der Wirkungen steht dabei die Aktivierung der Fresszellen (Makrophagen), die ihrerseits eine Kaskade von weiteren Immunreaktionen auslöst. Die Patienten zeigen ein individuell unterschiedliches Ansprechverhalten nach Gabe von Mistelextrakten. Bei den meisten der behandelten Patienten tritt eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität mit der Zunahme vom Appetit, Gewicht und Stoffwechselaktivität sowie einer Besserung von Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit auf. Generell ist die Misteltherapie zur Behandlung solider Tumoren (Karzinome, Sarkome, Melanome) angezeigt.


Thymustherapie:


Der Thymus spielt eine Schlüsselrolle im Immunsystem. In ihm reifen aus den Stammzellen des Knochenmarks die immunologisch so wichtigen T-Lymphozyten heran. Er stellt gewissermaßen die „Schule“ der Körperabwehr dar. Die biochemisch nachweisbaren Thymuspeptide bewirken auf die Differenzierung und Entwicklung der Stammzellen und führen so zu einer Regulierung des Immunsystems. Der Einsatz der Thymuspeptide ist besonders angezeigt nach einer immunsuppressiven Chemo- oder Strahlentherapie bzw. bei allgemeiner Hinfälligkeit, um das Immunsystem zu stärken und die als Folge gefürchteten Virus- oder Bakterieninfektionen und/oder Pilzerkrankungen zu verhindern. Es wurden gute Erfolge bei der Behandlung von Lungenkarzinomen, Melanomen, Lymphomen und Mammakarzinom beschrieben.

 

Niedermolekulare Extrakte aus Leber und Milz (Faktor AF2):


Die immunstimulierende Wirkung von Leber-Milz-Extrakten in Form einer unspezifischen Immunstimulation ist seit den 50-iger Jahren bekannt. Als Wirkmechanismus kommen Reaktionen mit dem Immunsystem sowie tumorhemmende Effekte zum Tragen. Zusätzlich wird das Wachstum im Gewebe (Regeneration) unterstützt. Die Entwicklung und Teilung von Krebszellen werden unterdrückt und die Zahl der Fresszellen erhöht, was wiederum weitere Immunreaktionen anstößt. Die Folge ist eine Verbesserung der Immunitätslage und eine Verbesserung der subjektiven Tumorbeschwerden, gerade auch während einer Chemo- oder Strahlentherapie.


Glutathion


Das Peptid Glutathion ist ein körpereigener sehr intensiver Radikalenfänger und Zellentgifter und ist bei Krebskranken regelmäßig zu wenig im Blut nachweisbar. Diese Substanz sollte regelmäßig in größerer Menge zugeführt werden. Die Substanz greift in den Mitochondrien-Stoffwechsel direkt normalisierend ein.


Curcuma


In den letzten Jahren ist Curcumin, ein Bestandteil des Gelbwurz, in amerikanischen Labors besonders auf seine Wirkungen in der Krebstherapie untersucht worden. Die Forschungsergebnisse waren äußerst viel versprechend. Curcuma, als Gewürz (im Curry; Bestandteil der Ayurveda-Medizin) im Handel, wirkt regulierend in den Stoffwechsel der Mitochondrien („Atmungskette“) ein und eignet sich dadurch besonders gut als Nahrungsergänzung. Allerdings müssen deutlich höhere Dosen als beim Würzen üblich eingenommen werden.


Terpene (Rovonin)


Im Rahmen dieser Theorien gewinnt der Umgang mit Terpenen eine immer größere Bedeutung. Terpene kommen in unterschiedlichen Pflanzen vor und greifen auf vielfältigen Wegen in das Immungeschehen ein. Besonders bemerkenswert ist ist die Wirkung auf den Mitochondrienstoffwechsel, die starke antibakterielle, antivirale und antiparasitäre Wirkung, eine generelle Wirkung gegen Entzündungen und vor allem eine Produktionsvermehrung von Th1-Lymphozyten .


Nach vielfältig beschriebenen Wirkungen auf unterschiedliche Tierkrebse werden Terpene immer mehr auch beim Menschen in unterschiedlicher Zusammenstellung eingesetzt. Das Präparat „Rovonin“ enthält 120 verschiedene Terpene aus diversen Pflanzen und zeigt bei Anwendung teilweise beeindruckende Wirkungen schon nach kurzer Zeit bei fortgeschrittenen Tumoren.


Neben dem sonst üblichen schematischen Einsatz dieser immunmodulierenden Substanzen ist es mit der MORA-Bioresonanz-Diagnostik in besonderer Weise möglich, den Bedarf und die individuelle Ansprechbarkeit dieser Stoffe exakt zu testen und somit die wirklich wichtigen Therapiemöglichkeiten gezielt einzusetzen mit einem Minimum an Nebenwirkungen.


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